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Rollmopsessen der FDP Arnsberg am 25. Februar 2009

Sehr geehrter Herr Graf Lambsdorff,
lieber Herr van Essen,
liebe Frau Niemand,
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, wieder in Arnsberg zu sein. Als Kreisvorsitzender und Bundestagskandidat ein kurzes Grußwort an Sie richten zu dürfen.

Europa steht heute Abend im Mittelpunkt. Darum geht es am 7. Juni und ich beglückwünsche die Arnsberger Parteifreunde, dass es ihnen gelungen ist, mit Alexander Graf Lambsdorff einen sehr profilierten Liberalen ins Sauerland geholt zu haben.

Die aktuelle Entscheidung des NRW-Verfassungsgerichts bedeutet auch eine Aufwertung des Europawahlkampfes. Wir können uns nun darauf konzentrieren, dem Wähler die Wichtigkeit dieser Gemeinschaft und unsere Positionen zu Europathemen nahe zu bringen.

Es macht gegenwärtig viel Freude, in der FDP zu sein und für die FDP zu arbeiten. Das liegt auch an den phantastischen Umfrageergebnissen, die zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger die FDP in der nächsten Regierung beteiligt sehen.

Bis zum Wahltag wartet aber noch harte Arbeit auf uns! Wir müssen vermitteln, warum wir zu Recht in der nächsten Regierung vertreten sein sollten.

v.l.n.r.: Rolf Brand, Alexander Graf Lambsdorff, Horst Kloppsteck, Hans-Werner EhrenbergIch kann an dieser Stelle nur auf einen Punkt eingehen: Wir - und das wird uns nicht selten vorgeworfen - machen Politik für den Mittelstand. Wir wollen keine Wirtschaft, die nur aus Großkonzernen besteht. Deshalb unterscheiden wir sehr genau. Es gibt Unternehmen, die sich mit Herz und Hand ihrem Geschäft verschreiben. Und es gibt Banker und Manager, die Ihren Fokus auf etwas so theoretisches wie Geld setzen und dabei Belegschaft und Gesellschaft aus den Augen verlieren. Mittelstandspolitik ist keine Klientelpolitik, sondern eine gesellschaftliche Werterhaltung. Die Verantwortung für das Risiko liegt beim Inhaber, beim Handwerker, dem selbstständigen Unternehmer. Verantwortung für die Mitarbeiter wird ernst genommen. Darum schafft der Mittelstand 80 Prozent der Arbeitsplätze und 60 Prozent der Ausbildungsplätze.

Wo ist dieser Mittelstand zu Hause? Im Sauerland! Deshalb sind Sauerländer Strategien geeignet, einen Ausweg aus der Krise zu finden. Unter der Überschrift „Sauerländer Weisheiten“ schrieb das Handelsblatt am 28. Januar 2009: „Es gibt auch Betriebe, die kommen ganz ohne Kredite aus - mit 100 Prozent Eigenkapital, Unternehmer, die sagen: 'Mir kommt keine Bank ins Haus'. (...) sie sind vor allem im Sauerland anzutreffen, aber es gibt sie auch in anderen Gegenden, wo die Menschen noch so knorrig wie Bäume der sie umgebenden Landschaft sind.

Auf die Sauerländer Einzelkämpfer und ihre Kollegen in anderen idyllischen Teilen des Landes ruhen große Hoffnungen: Wenn sie durchhalten, ist die Konjunktur vielleicht noch zu retten.“

Soweit der motivierende Artikel im Handelsblatt. Aber: Unsere heimischen Unternehmen produzieren nicht nur für den heimischen Markt. Was passiert, wenn beispielsweise die Aufträge aus England ausbleiben? Damit sind wir wieder beim Thema Europa. Und bei Graf Lambsdorff.

Vielen Dank.

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